Gemeinsamer Ring-Kauf bei Münchens Juwelier Fridrich. Steht eine schnelle Familien-Planung vor der Tür?
MÜNCHEN - Das 1.81 große Mädchen mit großer Sonnenbrille wirkte nervös und war
inmitten der Passanten nicht zu übersehen. Die sportliche Dame im
schwarzen Hosenanzug mit rosafarbener Bluse lief vor dem Schaufenster
von Juwelier Fridrich in der Sendlinger Straße auf und ab. Es war
Doppel-Olympia-Siegerin Maria Riesch, die für einen Moment wirkte wie
bestellt und nicht abgeholt. Aber dann stand ihr Herzbube Marcus Höfl
vor ihr, perfekt gedresst im dunklen Anzug. Der geplagte Manager, der
seinem vielschichtigen Terminkalender kaum Herr wird, ist immer ein
bisschen spät dran. Selbst bei diesem wichtigen Termin.
Das diskrete Meeting zwischen der Ski-Königin und dem Schattenmann von
Kaiser Franz Beckenbauer war ganz privat. Beim Anblick der beiden
glücklichen Gesichter musste man für einen Augenblick an
Kronprinzessin Victoria von Schweden denken, die am kommenden Samstag
das macht, was den beiden noch bevorsteht. Ganz überraschend scheinen
Marcus und Maria, die bisher das Wort Hochzeit von sich wiesen, den
Ehehafen ansteuern zu wollen, denn sie kauften bei Juwelier „
Fridrich“ Trauringe.
Als Kenner in Herzensangelegenheiten stufte ich den gemeinsamen
Ring-Kauf als modern romantisch ein. Wie mir bis dato bekannt war,
wird die Braut mit dem folgenschweren Signal aus Gold, das sie vom
Markt nimmt, eigentlich erst beim „Ja“ vor dem Standesbeamten oder
Priester konfrontiert . Bei Höfl scheint im Fall Riesch von Anfang
an „Mitbestimmung“ zu herrschen.
Der Besuch beim Juwelier könnte damit zusammenhängen, dass eine
rasche Familienplanung angesteuert wird. Freunde behaupten auch, dass
sich das Paar schon länger kennen würde, und nicht erst seit Februar
in Vancouver. Damals schwärmte die Skikanone, die auch mal
kurzfristig mit Stadtpoet Roman Libbertz über den Sinn des Lebens
nachdachte:“ Die Schmetterlinge in meinem Bauch waren ein zusätzlicher
Motivationsschub. Wir passen perfekt zusammen, wir verstehen uns
blind“.
Für Maria wird es der erste Kontakt mit dem Standesbeamten sein.
Marcus hat das Procedere schon einmal hinter sich gebracht. Ende Mai
2003 schloß er zum ersten Mal in Adelsdorf den Bund der Ehe , wobei
Fußball-National-Spieler Didi Hamann und Franz Beckenbauer zu den
Trauzeugen zählten. Vor der Romanze mit Ski-As Riesch war der
Kaiser-Manager mit Fußballer-Ehefrau Tina Hamann befreundet. Sie
trennte sich von dem gutaussehenden, fleißigen Marcus, weil sie
herausfand, dass er nur sich treu war. Er scheint die Frauen so sehr
zu verehren wie auch sein unwiderstehlicher Chef Franz.



