Monatelange Verhandlungen sind beendet. Käfer stieg aus. Mit Louis Vuitton unter einem Dach in Münchens letztem Immobilie-Sahnestück.
MÜNCHEN - Das Delikatessen-Markenzeichen Käfer wird nicht an der historischen
Fassade der „Residenzpost“ in München strahlen. Feinkost-Prinz
Michael Käfer, viertbekanntester Name in Deutschland, stieg aus dem
Wettbewerb um Münchens letztes Immobilien-Sahnestück aus. Der neue
Postmann heißt jetzt Roland Kuffler.
Michael wollte in dem neuen „Louis Vuitton“-Palais an der Oper, wo
der französische Großaktionär Bernard Arnault auf 3000 Quadratmetern
seine Koffer, Mode und Accessoires verkaufen wird, eine
original-französische Brasserie unter dem Namen „Le Post“ und eine
Patisserie etablieren. Rund 500 Quadratmeter waren für die
Gastronomie in dieser Traumlage vorgesehen. Käfer setzte sich selbst
knallhart ein Limit bei dem Objekt, das rund 50 000 Euro Monats-Miete
verschlingt und Minimum acht Millionen Euro im Jahr umsetzen muss,
und beendete die monatelangen Verhandlungen. Sein Augenmerk ist mehr
auf die misshandelte „Schrannenhalle“ gerichtet, in der er sich gut
einen Feinkostmarkt vorstellen könnte. Wie man hört, soll es eine
Einigung zwischen den zwei „Schranne“-Kontrahenten Hans Hammer und
Günter Karl gegeben haben, nachdem rund 35 Millionen Euro geflossen
sind.
Deutschlands größter Gastronom Roland Kuffler , mit Lokalen und Hotels
im ganzen Land vertreten, Wiesnwirt und Spielbank-Mitinhaber, wollte
die Paradefläche „Residenzpost“ im Herzen Münchens um alles in der Welt. Er
plant mit Junior Stefan dort ein neu konzipiertes Steak- und
Fisch-Restaurant, wie es sie in New York und Los Angeles gibt.



