DIE FEINSTE BARACKE

Fulminante Einstandsparty des neuen High-Tech-Restaurants “La Baracca” in München mit Gästen dreier Generationen und frischem Society-Klatsch. Kleiner Wermutstropfen: Die Technik leidet noch unter Kinderkrankheiten.

MÜNCHEN – München blieb elektronisch zwar in Sachen Transrapid wegen nicht erklärbar weiser Rathaus-Bedenken der Schnabel sauber. Auf der Restaurant-Schiene ist dagegen nicht die Kultur-Bremse gezogen worden. Das Hightech-Lokal „La Baracca“, so innovativ wie i-Phone oder i-Pad, feierte am Maximiliansplatz, wo zuletzt Rolls Royce und Bentleys verkauft wurden und früher ein Verlag etablier war, der Wilhelm Busch als Autor beschäftigte, fulminanten Einstand. Besitzer Mark Korzilius, smarter Nachfahre einer Hamburger Fabrikanten-Familie, hatte 700 Gäste eingeladen und und stellte sich mit Kind und Kegel vor.

Die Society-Mischung dreier Generationen hatte PR-Amazone Andrea Schoeller, ständig umwirbelt von ihrer 20jähriger Tochter Helena, gezaubert. Bekannte Methusalems und blitzlichtgierige Lolitas, Kenner und Gönner, adelige Unternehmer und gegelte Mehrscheiner, herbstliche Damen und frisches Gemüse. Junge Bayern-Prinzen standen im Gewühl, denen Reisefieber im Gesicht zu lesen war. Sie sprachen auch nicht vom Sauwetter draußen, sondern von der Hochzeit von Kronprinzessin Viktoria, die für Blutverdünnung sorgt. Der Auserwählte sieht aus wie Freiherr zu Guttenberg, ist aber nicht blaublütig.

Ex-Bertelsmann-Big-Boss Mark Wössner strahlte, weil er frisch geschieden ist und noch immer ein blendendes Verhältnis zu Frau Anna hat, aber seine Herz ein paar Jahren an die schöne Christine Link verlor.Unter den modebewußten Ladies machte die News die Runde, dass Jil Sander wieder eine eigene Kollektion herausbringt.Bei einer Testveranstaltung konnte sie 20 000 Blusen absetzen und unter dem Zeichen JX will Jil auch den Herrn der Schöpfung einkleiden.

Nach dem Eingang, der an eine Paßkontrolle erinnert, gelangt man in ein Weltstadt-Restaurant voller unterschiedlicher Stilarten, mit vielen versteckten Ecken und langen Tischen. Eingerichtet mit der Leichtigkeit italienischer Innenarchitektur. Die Holzbretter an der Decke sind das einzige „Baracke“-Alibi. Mit dem Herzstück, der Elektronik hat das Team noch zu kämpfen, viele Kinderkrankheiten müssen noch ausgemerzt werden, auch am Openings-Abend muss sich ein Kabel erkältet haben. Es ist so wie bei einem nagelneuen Auto. Star-Fotograf Roger Fritz sagte mir:“ Ich war schon vor ein paar Tagen hier. Da ging das Eis aus zum Getränkekühlen. Ich ließ mir eines mit dem Taxi kommen. Das sind Anfangsschwierigkeiten.“

Ohne Volkshochschule wird sich so mancher Besucher der edlen Baracke mit den elektronischen Sitten des Hauses erst vertraut machen müssen. Die Speisekarten, im Tisch versenkt und angekettet, sind Touch-Screens, wo per Fingerdruck sogar jedes Fingerfood bestellt kann. Sogar feinste Weine kann man per Karte zapfen und auf der Herrentoilette laufen in der Rinne wie bei einer Schießbude kleine Zink-Wildschweine vorbei, die sich per Strahl umlegen lassen. Jung-Schauspielerin Sophie Wepper wollte sich – ganz atypisch – nicht fotografieren und sagte.“ Ich bin privat da.“. Die 699 anderen Gäste waren wohl geschäftlich anwesensend.

Gesichtet: Fürstin Inge Wrede mit Sohn und Schwiegertochter, Produzent Quirin Berg, Bayerns berühmtester Langholzfahrer und Ex-Berater von König-Schwester Birgitta von Schweden, Maus Dietrich, PR-Sirene Valentina Knapp-Voith, Rechtsanwalt-Krösus und Bio-Freak Christian Pfuel, Armani-As Gisela Tornau, Cosima von Borsody, Oliver Holy, Produzent Peter Schamoni (traf im Gewühl seine Ex-Frau Natascha, die noch hübscher geworden ist Monaco-Konsul Dr. Alexander Liegl, Loden-Frey-Chef Michael Nagel, Heinrich Graf von Spreti, Strumpffabrikant Claus Vatter, Wolfgang Hugendubel, TV-Moderator Florian Fischer-Fabian, Max Dietl mit Frau Inge, Thomas Fuchsberger.

Kommentare (3) zu “DIE FEINSTE BARACKE”

  1. C.Baumann sagt:

    Herr Graeter,
    In Bezug auf Ihren Artikel” Feinste Barracke”möchte ich folgendes anmerken:
    Falls wir den selben Herrn Westphal meinen, den ich seit fast 30 Jahren kenne und schätze, finde ich Ihre Aussage über Herrn Westphal einfach nur rufmörderisch! Aus meiner Erfahrung hat er es nicht nötig, sich zu einem Empfang Zutritt zu verschaffen! Von seinen Einladungen, würden viele “Reporter” träumen! Auch von seinem ständig gut gefüllten Kühlschrank! Ist diese Art von Berichterstattung Ihr Niveau? Schade!!! C.Baumann

  2. Broesecke sagt:

    Der Kommentar von C.Baumann ist sehr amüsant:Ich verstehe Ihre Aufregung nicht, mag sein das der Kühlschrank voll ist, aber es ist doch seit mehr als 30 Jahren bekannt, dass Herr und Frau Westphal uneingeladen auf “Empfänge” erscheinen! Dies sehe ich als Niveaulos. T.B.

  3. Uwe S. sagt:

    … dafür sind die Westphals aber stets charmante Plauderer und Geschichtenerzähler – und deswegen kommt man doch eigentlich zu diesen events !
    In München gilt im übrigen doch auch der Satz:
    … wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten – nur weiß man nicht immer wer Licht und wer Schatten ist ;-)

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