Im “Meinburk” tanzen die hübschesten Teenies Münchens. Der Girlies-Überschuß ist immens. Da muss man sich schon sehr ungeschickt verhalten, um als Boy allein zu bleiben.
MÜNCHEN - „Küchen Studio Meinburk“ prangt in großen Neon-Lettern an der Fassade eines Flachbaus an der Ecke Seidl- /Karlstraße. Kein Mensch würde draufkommen, dass sich dort ein Teenie-Tanzlokal befindet. Auf die Nacht genau schon vier Jahre lang ist es das Eldorado der Münchner Ausgeh-Kücken aus Bogenhausen, Grünwald oder Nymphenburg .
Besitzer Serge Dolkhani und sein Partner Konstantin Irmsperger feierten das Jubiläum frühlingsvergnüter Jeunesse dore und ließen (etwas zu viel) Elektro-Pop und leider zu wenig lässigen Soul ertönen. Aber sonst war alles paletti . Die beiden Dancing-Betreiber luden alle , darunter Szene-Heros wie Hansi und Inge Grandl (P1, Park-Cafe, Rosies, Tigers) mit Clan sowie Klaus Gunschmann und Axel Wolf (Lehel-Bar) sowie die schöne Münchnerin Marion Wunderlich ein, eine großzügige Geste, die im Mondschein-Gewerbe leider aus der Mode gekommen ist. Sonst wird man nämlich zu Festen eingeladen und bekommt dann die Rechnung gezückt.
„Wir haben das Vierjährige „auf Haus“ gemacht als Dank für die Treue unserer Friends“, sagte der Disco-Chef, der als Unternehmer in erster Linie mit Werbemitteln (wie eine sehr erfolgreich laufende Fahnen-Mütze) im Nachbarhaus seiner Disco die Brötchen verdient. Jeden Freitag und Samstag gehört das lila illuminierten Gebäude Münchens Baby-Jetset, den hübschesten Girlies in buntem Sexy-Dancing-Dress. Die attraktivste Nacht-Prinzessin im „Meinbruk“ heißt Draya.
Die Mädchen sind meist in der Überzahl, nur 35 Prozent hoch ist die Quote der Boys. Das „Meinburk“, das dem Freistaat Bayern gehört und lange Zeit leer stand bis Serge Dolkhani kam, kann man unter Woche auch komplett mieten. So feierte neulich ein Oldie wie der Schönheits-Chirurg Leo Nathrath seinen 60. Geburtstag – wohl mit erfüllter Sehnsucht an das junge Gemüse, das nur zum Wochenende aufschlägt und mit dem ehemaligen Küchenstudio vielleicht nur das eine gemein hat: Nichts anbrennen lassen.




