Die Geheimnistuerei hat ein Ende. Der deutsche Multi-Milliardär hat seine Nachbarin aus Lugano geheiratet und jeder darf es wissen. Am glücklichsten ist darüber seine neue Frau.
TEGERNSEE - Otto findet sie gut. Welche Dame nicht, der die zärtlichste Hinrichtung gelungen ist, die Hochzeit mit Otto Beisheim, Europas Dagobert Duck und einst Superboss des Handelsriesen „Metro“. Was nützt das Lise Evers, der neuen stolzen Frau Beisheim, wenn das niemand so richtig weiß. Der 86-jährige Moneymaker, dem man vor kurzem sein Lebenswerk durch eine Finanzaktion wegschoss und der nur mehr viel Geld hat, hatte im Vorjahr die 68-jährige Dänin in Miami geheiratet. Um des lang andauernden Getuschels wegen dieser geheimen Eheschließung ein Ende zu setzen, legte der mehrfache Milliardär , der jährlich seine Stifung mit einer dreistelligen Millionen- Euro-Summe aufstockt, mit einer Zeremonie nach. Damit auch jeder wissen soll, dass er seine ehemalige Nachbarin aus Lugano geehelicht hat. Seit zwei Wochen sind die Beisheims wieder am Tegernsee, zurück aus Amerika, wohin es Otto jedes Jahr verschlägt, um der kalten Jahreszeit in seinem geliebten Bayern zu entkommen. In Kreuth, wo er in einem kleinen Landgasthaus Stammgast ist, klangen die Gläser. Zu einer kirchlichen Feier kam es nicht, weil Beisheim konfessionslos ist.
Lise muss ein großes Geheimnis haben, weil sie immer hin in der Buhlschaft um den reichen Mann die attraktive Apothekerin Christiane Winkhaus aus dem Rennen warf. Fast zwei Jahre war die dunkelhaarige Münchnerin an Beisheims Seite und übte einen sichtbar positiven Einfluss aus. Sie sorgte dafür, dass Otto erstmals aus der vollen Deckung ging und seinen Namen in großen Lettern auf die Fassade seines Berliner Wolkenkratzers montieren ließ. Auch modisch veränderte sie den Geld-Fuchs, der früher wie DDR-Funktionäre in taubenblauen Anzügen mit Hochwasserhosen zu Ordensverleihungen antrat. Der harte Kern seiner Tegernseer Spezln sah durch den Umgang mit der bayerischen Amazone etwas die eigenen Felle davon schwimmen und mobbte auf Teufel komm raus.. Dann trat die eben Witwe gewordenen Lise, die auch Beisheims verstorbene Frau Inge kannte und vielleicht ein schlechtes Gewissen hat, in den Ring, der jetzt in verkleinerter Form an ihrem Finger glänzt. Alle Welt darf jetzt wissen, dass sie die First Lady des deutschen Selfmade-Krösus geworden ist, der einst als Lehrling in Mühlheim an der Ruhr begann und ohne Vaters Hilfe, der bei der Straßenbahn war, reich geworden ist.
Otto Beisheim ist ein Mann der Tat. Vor Jahrzehnten feierte er seinen Einstand auf dem Golfplatz von Bad Wiessee, der viel zu klein war. Förmlich über Nacht gestaltete er das Terrain in einen 18-Loch-Platz um. Otto hatte nagelneue Stihl-Motorsägen gekauft und einer Nebelaktion mit beherzten Freunden über 100 Bäume gefällt. Als ihn Naturschützer protestierend zur Rede stellten, fragte er nur:“Wieviel?“ und blechte eine Strafgebühr für jeden Baum. Und alles war vom Tisch und am Tegernsee freute man sich über die schöne Golfanlage. Man sprach davon, dass Beisheim pro Stück rund 20 000 Mark ausgegeben hat.





Beisheim, der Mann der sich mit 10 Millionen in die Geschichte einkaufen wollte um Unsterblichkeit zu erlangen.
Also ich hätte statt dem dänischen Dörrfleisch eine schnuckelige 37jährige genommen.