Die hübsche Tochter eines vermögenden Bauträgers zog eigens für den Rapper nach Berlin und hat nur Augen für den Tunesier.
MÜNCHEN - Zeiten ändern dich – am meisten Bushido selbst. Der tunesische
Rapper-Rebell Anis Mohamed Youssef Ferchichi, wie er wirklich heißt,
ist längst aus dem Armuts-Sumpf heraus und in die Dagobert-Duck-Liga
aufgerückt. Da leistet man sich schon mal aus purer Laune ein
Brillant-Armband für 200 000 Euro. Optisch verkauft sich der
professionelle Bad Boy, dem die Fans zu Füßen liegen und den Eltern
die Haare zu Berge steigen lässt, als zorniger Single, der bei seiner
oder besser mit seiner Mutter lebt, die früher mal putzen musste. Was
man nicht weiß: Seit zwei Jahren hat er eine Freundin, eine schöne
reiche Münchnerin namens Sarah, die eigens für ihn nach Berlin gezogen
ist und mit Bushidos Mutter gut auskommt.
Alle drei leben in der rund 1.5 Millionen teuren Villa des Rappers.
Aus Image-Gründen zeigt sich Anis nicht offiziell mit ihr. Der harte
Musikus, der geschlagen hat und verprügelt wurde, aus der Schule flog
und Drogen verscherbelte, möchte seinen Anhängern als Solist erhalten
bleiben. Als sich das Mädchen entschied, das Elternhaus im Herzogpark
zu verlassen, waren Stiefvater Hannes Ritter, ein gutaussehender
vermögender Bauträger, der Bentley GT fährt, und Sarahs Mutter Alex,
die ohne Ring und Trauschein wie ein Ehepaar leben, entsetzt. Sie
konnten sie aber nicht zurückhalten. Sarah war es auch piepegal, dass
sie durch den Wohnungswechsel das Abitur in Frage stellte. Sie hatte
nur Bushido im Kopf, nur dieser Mann mit dem angriffslustigen Dackel-Blick war
wichtig und sonst gar nichts.
Einmal hatten die beiden in den zurückliegenden Jahren heftigen
handfesten Streit, trennten sich kurz, leben aber seit langem wieder
wie ein Herz und eine Seele zusammen.
Sarah stammt aus der ersten Ehe von Alex, die vor ihrem Zusammenleben
mit Baulöwe Ritter mit einem Marokkaner verheiratet war. Die Tochter
mit dem exotischen Touch passt optisch gut zu dem Testosteron
erfüllten Bushido, dessen Vermögen inzwischen auf rund 3 .5 Millionen
Euro geschätzt wird.
Ich traf Bushido zweimal. Erst vor dem „Deutschen
Filmball“ im Hotel „Bayerischer Hof“ in der Lobby. Er trug ein
Camouflage-Dress, mit dem er unentdeckt den Bierhügel Nockerberg hätte
erklimmen können. „Haben Sie sich verirrt“, fragte ich. Er
antwortete:“Ich gebe keine Interviews“. Ich sagte:“ Ich will gar
keines, sondern wundere mich nur über ihr Outfit“.
Später sah ich Bushido das zweite Mal neben Bayern MP Horst Seehofer mitten im Ballgetümmel
stehen. Da schmückte ihn einen teurer Smoking wie ich ihn nicht in
meiner besten Zeit besessen hatte. Sehr chick, wie James Bond auf die
Haut geschnitten. Zeiten ändern dich…, so auch der Titel seines Films, der nicht so erfolgreich lief.



