ZNS-Krach: Helmut Kohl ist wütend

Ex-Kanzler legt sämtliche Ämter der Hannelore-Kohl-Stiftung ZNS nieder. Er hat sich mit Ute Ohoven überworfen, die ihr Geld mit Ball-Kunst verdient.

BERLIN – Selten hat man Helmut Kohl so verärgert gesehen. Mit einem Brief voller Entrüstung an den Vorstand und das Kuratorium der ZNS –Hannelore Kohl Stiftung teilte er mit, dass er jetzt mit sofortiger Wirkung alle Ämter von ZNS niedergelegt hat. Die Maßnahme ergriff er nach der Kuratoriumssitzung am 17. Juni, zudem ein prominentes Datum.

Das Schreiben ist gespickt mit Vorwürfen.

Als nach dem Tod von Hannelore Kohl für ihre ZNS-Stiftung eine Nachfolgerin gesucht wurde, machten sich eine Anzahl von Deutschlands First Ladies in den verschiedenen Bundesländern eine Hoffnung. Für Ehefrauen von Ministerpräsidenten wäre es eine Ehre gewesen. Zur großen Überraschung übergab Ex-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl die Position an die schillernde Ball-Fee Ute Ohoven, im Umgang mit Wohltätigkeit erfahren, bis zu ihrem Gesicht.

Weshalb sie den Zuschlag bekam blieb rätselhaft.

Die angesehenen Politikerfrauen fragten sich, was hat die Düsseldorferin, was wir nicht haben. Jetzt erkannte der sonst so visionäre Kohl, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben. Während seiner Krankheitsphase haben Ohoven und Co. Offensiv gegen seine Leitgedanken und der ZNS-Idee, wie sie einst von seiner verstorbenen Frau auf den Weg gebracht wurde, operiert.

Frau Ohoven, die mit Ball-Organisation ihr Leben finanziert, war gestern so lange beim Diktat, dass sie mir auf meine Anfrage keine Antwort geben konnte. Im Schreiben Kohls an Sie spricht der ehemalige Kanzler von „feindlicher Übernahme“. Eine neue der ZNS dienliche Satzung von ihm wurde abgelehnt. Jetzt distanziert sich Kohl von allem. Ein ehemals guter Kontakt ist wie weggeblasen.

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