Eine unnötige Speise-Stasi in Berlin macht auf sich aufmerksam, indem sie prominenten Zeitgenossen in die Suppe spuckt.
MÜNCHEN/BERLIN – Die Rezeptur ist einfach: Man nehme einen prominenten Zeitgenossen, beiße ihm in die Wadln und schon ist Aufsehen in den Medien garantiert. Kräuter-Kaiser Alfons Schuhbeck ist das gerade passiert. Der beliebte Fernsehkoch wurde ein Opfer der selbsternannten Essenswächter „Foodwatch“, eine Organisation, die niemand braucht, weil jederselbst noch freiwillig schauen kann, was und wo er kauft.
Im neuen Wächterstaat Deutschland benötigen wir nicht noch eine Speise-Stasi , eine Vereinigung von Vorkauern, die angesichts ihrer Website ohnehin nur gebündelten Frust vermittelt und vom Essen wenig versteht. Man braucht sich nur die Gesichter anschauen. Die Berliner Truppe, die Jesus Christus gleich, uns nur Gutes tun möchte, ist besorgt wegen Dosensuppen. Niemand wird gezwungen so etwas zu kaufen. Wie so die künstliche Aufregung oder ist es ganz praktisch für „Foodwatch“, kleiner Bruder vom „Big Brother“, wegen der eigenen PR?
Es ist klar wie Kloßbrühe, daß die Gschaftlhuber-Watcher graue Mäuse blieben, wenn sie sich nicht in das Trittbrett eines namhaften Menschen einkrallen würden. Ohne einen klingenden Namen müssten Anzeigen geschaltet werden, was Geld kostet, und bei weitem nicht die Wirkung hat. Aus eigener Tasche wird das angebliche Gute-Mensch-Team das nicht bezahlen. Sonderbar: In Deutschland genügt neuerdings ein einigermassen amtlich wirkender Briefkopf eines Vereins oder „Schutzorgans“ und schon funktioniert das ohne viel Nachzudenken beiden Medien .
Angeführt werden die „Essensretter“, wie sie sich großspurig nennen, von Dr. Thilo Bode , früher Großverdiener bei „Greenpeace“, der plötzlich zum guten Menschen mutierte, als das Reizwort BSE die Menschheit erschütterte. Da fühlte sich der Ex-Banker und Ex-Journalist aufgerufen. Hat Bode es gar mit “Foodwatch” geschafft, dass es BSE nicht mehr gibt? Man hört gar nichts mehr . . . Oder war das auch nur eine Aktion, wie jede bei „Greenpeace“, um auf sich aufmerksam zu machen?
Man sieht bei der Vereinigung, wie leicht Geld erzielt werden kann, wenn man anderen Leuten in die Suppe spuckt. Bei „Foodwatch“ gibt es eine eigene Abteilung für „Rechnungswesen“, also wird ganz schön Umsatz gemacht. Die Mitglieder-Werbung hat Drückerkolonnen-Charme. Sie kommen in langen Mänteln und beschimpfen einen, wenn man anderer Gesinnung ist. Wahre Aufklärung oder Hilfe sieht anders aus. Aber daran ist Bode, dessen negative Haltung überdeutlich ist, nicht interessiert, sondern nur am Abgreifen. Es ist an der Zeit, ein “Bodewatch” einzurichten.
Apropo BSE: Der mit 93 Jahren verstorbene Münchner Fleischspezialist Rudolf Houdek stellte diese Medienkampagne und wie die Rinderseuche behandelt wurde, in Frage. Der Fachmann über fast acht Jahrzehnte sagte, dass es immer schon damische Kühe gegeben habe. Schon als 16-jähriger Metzger-Lehrling hätte er das Fleisch mit Vergnügen gegessen. Weil die Kuh auch nichts gekostet hat. Und gestorben ist niemand.




Wenn man die Satzung von Foodwatch e.V. liest, so kann man auf die Idee kommen, dass Thilo Bode den Verein ausschliesslich zu dem Zweck gegruendet hat, um sich selber einen Job zu verschaffen. Die Sazung von Foodwatch e.V. ist lesenswert.