Milliardärin Susanne Quandt und ihr Mann Jan Klatten, der nicht so ohne Weiteres durchs Siegestor gehen kann, zeigten sich erstmals nach dem spektakulären Kriminalfall auf einer großen Party und stellten sich vergnügt den Fotografen. Künstler Neo Rauch, zwar etwas kamerascheu, krönte die Soiree.
MÜNCHEN - Für BMW-Großaktionärin Susanne Quandt und ihren Mann Jan Klatten
herrscht längst Alltag in ihrer schrecklich netten Familie.Umso mehr
strahlten sie förmlich um die Wette auf dem feinen PIN-Fest in der
Routunde der Pinakothek der Moderne. Es war nach der exklusiven
Abschieds-Party von Dr. Wolfgang Porsche kürzlich in München ihr erster
Auftritt in großer Gesellschaft nach Lady Quandts folgenreichem
Interermezzo im “Lanserhof”, dem Biotop für vernachlässigte Seelen.
Susanne, mit pfiffigem Kurzhaarschnitt, weißer Seidenbluse und
schwarzen Rock kann gute Mine machen, nach dem ihr Erpresser-Gigolo
gerade zu 9,5 Millionen Euro verdonnert wurde.. Sie nahm mitten im
gepflegten Gewühl der 1200 Gäste die Auktion im Stehen war und
stellte ihre dunkle Lederhandtasche auf den Boden zwischen ihre Beinen
wie Cowboy John Wayne seinen Sattel. Einmal steigerte sie mit und erhielt
auch den Zuschlag. Ihr Mann Jan indes, erst ein Weißbier, dann ein
Glas Champagner in der Hand, versprühte seinen Charme an meine
Kollegin Gräfin Marie Waldburg und kann von Glück reden, dass ihn die
ganze Zeit keiner wegen seines 16-endigen Geweihs, bei uns in Bayern
das Symbol des Gehörnten, aufziehen konnte, vor lauter Wirbel um den spektakulären
Kriminalfall.
Die PIN-Party, das siebte Mal vom Freundeskreis der Pinakothek (
Gastgeber: PIN-Boss Gerd Schmitz-Morkramer und Pinakotheken-Chef Prof.
Dr. Klaus Schrenck) organisiert, avancierte zu Münchens exklusivstem
Event des Jahres. 360 000 Euro brachte die Benefiz-Versteigerung ein,
die für den Ankauf des 40teiligen Portfolio “Analogue” der
US-Fotografin Zoe Leonard verwendet wird. Die Soiree krönte Neo Rauch,
Künstler von Weltgeltung, dessen Werke mit einer großen Ausstellung zu
seinem 50. Geburtstag im kommenden Jahr in der Pinakothek gezeigt
werden. Er kam mit seiner Frau Rosa Loy und seinem kahlköpfigen
Galeristen aus Leipzig und gab sich fotoscheu. Wenn sich mal eine
Kamera nicht vermeiden ließ, schaltete der schöne Mann genau wie
Bestseller-Autor Frank Schätzing den “Such-die-Ferne-Blick” ein, den
dieser wohl ohne “Limit” im Spiegel geübt haben muss. Neben Neo
standen Herzog Franz von Bayern, dem weißblauen König, wenn es noch
eine Monarchie gäbe, der sich die Augen wegen der vielen Blitzlichter
rieb und Minister Dr. Wolfgang Heubisch, der allein schon durch sein
Kommen die Kunst fördert und sie nicht sakrisch bremst wie es im
Münchner Rathaus gang und gebe ist.
Unter dem Premium-Publikum, verwöhnt von 200 flinken Helfern von
Caterer Michael Schottenhamel, waren Opel-Steuermann Peter Forster,
Lift-Hersteller Paul Vestner, Babykost-Industrieller und Künstler
Benedikt Hipp, City-Group-Top-Manager Dr. Mark Wössner,
Dramturgen-Witwe Charlotte Kerr-Dürrenmat, Versandhaus-Erbin Ingvild
Otto-Goetz, Schauspielerin Monika Peitsch mit Ehemann, Bier-Baron
Joachim Georg Pschorr mit Lady Beatrix Dörrenberg, die Künstler Walter
Dahn und Rita Adolff und die Bankhaus Finck-Legende Wilhelm
Winterstein, der Geburtstag feierte und lächelnd und ganz langsam den
Saal durchschritt. Der Herr mit dem gesegneten Alter unternimmt immer
noch USA-Reisen und klagt kaum über Jetlag. Er rast und er rostet nicht.




In meiner Stadt des Englischen Fräuleins, Bad Homburg, wird doch – scherzhaft gemeint – von der Familie Jägermeister gesprochen. Ob da tatsächlich “Alltag herrscht…”?
Köstlicher Beitrag.
Detlef Kupfer (vom http://www.motorbloeckchen.de)
Allesin allem war dasaber doch ein gelungener Abend !