HOLLYWOOD-STAR VERGUCKT SICH IN NÜRNBERGER

Die 380 Gäste wurden zur Housewarming-Party per Hubschrauber eingeflogen. Das neue Haus von Luftreeder Sigi Axtmann  in der Provinz durften sie nur von außen sehen und im Garten feiern.


NÜRNBERG - Für eine Nacht und etwa 500 000 Euro Kleingeld  versprengte sich  ein
Glamour –Streifen von Hollywood nach Döllwang. Bitte, wo? Ich kannte
es bisher auch nicht. Es ist ein Nest , 30 Rolls-Royse-Minuten von
Nürnberg entfernt, wo der  Fußballclub-Sponsor und
Privatdüsen-Unternehmer Sigi Axtmann („Rent a Jet“) seinen privaten
Wohnsitz  vorstellte. Auf das  Gelände seines Jagdsitzes de Luxe mit
eigenem Heli-Landeplatz und einem geparkten Panzer mit Tarnnetz  war
Welt und Halbwelt eingeladen, um die Housewarming-Party des neuen
Domizils zu feiern. Der raffinierte Geschäftsmann  schlug damit zwei
Fliegen mit einer Klappe: Für die Steuer war es ein Firmenjubiläum,
für seine Frau ein Geschenk zum Hochzeitstag.

Wie es  bei neuen Reichen wohl  zur  (Un-)Sitte gehört,  fand  keine
„Schloßführung“ statt. Niemandem wurde beim Housewarming , außer der
Familie , das  Axtmann-Haus gezeigt. Zum Clan gehört seit kurzem US-Leinwand-Star Tara Reid (“American Pie”), die sich anscheinend in den Junior Michi verguckt haben muss und seinen inneren Werte erkannte. Die 380 Gäste kamen in
den seltenen Genuß von  zwei Helikoptern in der Zeit von 16.30 Uhr bis 23 Uhr
geshuttelt zu werden , wurden wie beim „Oscar“ vor einer Sposoren-Wand
fotografiert, durften  vor einem angestrahlten Wald über einen üppig
ausgelegten roten Teppich einlaufen und zum Dinieren im Garten sitzen.
Darunter:  Gülcan, das TV-Mädchen mit der schmerzensgeldpflichtigen
Stimme und ihr Mann, der Brötchen-Erben Sebastian Kamps, der dicke
Fritz aus München mit den unerbittlichen Eckpfeilern seines
bajuwarischen Wellness-Imperiums,  Ex-Luftreeder und
„Narhalla“-Eminenz Werner Bader mit Partnerin Manuela und
Ex-Bundespostminister Wolfgang Boetsch, der sein „dpa“-bekanntes
Breitwand-Lachen in Gegenwart von Berufsfotografen noch nicht verlernt
hat. Wie gesagt, das Geld war neu, sehr neu und die  Axtmann-Gemeinde
entsprechend bunt. Viele Sonnenbrillen, viele getunte Grazien und viel
PS.

Aus  USA schlug ein inzwischen  füllig gewordener Finanz-Jongleur auf,  ein Meister im Vortäuschen und Kramer im Geld anderer, der mit dem Slogan „Otto find ich gut“ bisher gut durchs Leben kam. Mit besitzergreifenden Schritten lief er das Gelände  ab, als ob er der Gastgeber
wäre. Wenn eine Kamera in der Nähe war, krallte er sich  die
Hollywood-Schöne Tara. Sie setzte ihr schönstes Partylächeln auf, wußte nicht so recht, wen sie da neben sich hatte. Nach dem Händeschütteln zählte sie vorsichtshalber ihre Finger nach.

Kommentare (2) zu “HOLLYWOOD-STAR VERGUCKT SICH IN NÜRNBERGER”

  1. Siegfried Axtmann sagt:

    Lieber Herr Graeter,
    netter Artikel vom 22.8. in der AZ, inhaltlich jedoch nicht ganz richtig:
    Doellwang liegt in der Oberpfalz und nicht in Franken, unser Landhaus steht somit nicht im Frankenwald – wie gut, dass Tara Sie nicht nach dem Weg fragen musste!
    Da ich bekanntlich recht wenig Wert auf Oeffentlichkeit lege, war trotz einer Vielzahl von Anfragen, keine Presse zu unserem Fest eingeladen.
    Bilder zu veroeffentlichen, die wir unseren Gaesten via Webside zur Verfuegung gestellt haben , ist wie Sie sicherlich wissen, juristisch nicht korrekt , es liegt mir jedoch fern das zu verfolgen.
    Es tut mir aber aufrichtig leid, wenn ein Gast sich darueber bei Ihnen beklagt hat, dass er keine
    Fuehrung durch das Haus bekommen hat, ist jedoch bei knapp 400 Gaesten logistisch geradezu unmoeglich.
    Man moege mir auch verzeihen, dass Innenaufnahmen unseres Landhauses – mein Wohnsitz ist uebrigens nach wie vor in Nuernberg – im Gegensatz zu den Partybildern auf der Webside nicht verfuegbar sind , ein wenig Privatsphaere sollte einem zugestanden werden.
    Mit sportlichem Gruss
    Ihr Siggi Axtmann

  2. Markus Breitsprecher sagt:

    @ Siggi Axtmann, richtige Einstellung …

    Feste soll man feiern, wie sie fallen. Und was die Öffentlichkeit über einen denkt, sollte für das eigene Wohl eher zweitrangig sein ..

    Gruß an alle

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