Geistesblitze & Gerstensaft

500 weißblaue Intellektuelle oder jene, die sich dafür halten, bei einer spritzigen Matinee zur Erhaltung des Münchner Schmelzes und Schmähs.

MÜNCHEN  – Zum Geistesblitze-Treffen am Vormittag luden wieder Bandscheiben-Rastelli Prof. Dr. Wolfgang Pförringer und „Augustiner“-Chef Dr. Janik Inselkammer zu ihren  „Symposium Bavarica“, auf gut bayrisch „Trinkgelage“.  Die Spesen teilen sich die beiden, der Witwer und der Junggeselle. Das Bier kriegen sie allerdings zum Hauspreis.

Dem verschwindenden Münchner Schmelz wird hier Einhalt geboten. Einmal im Jahr und dies schon seit 1983 versammeln sich im „Augustinerkeller“ rund 500 weißblaue Intellektuelle oder die sich dafür wähnen zur spritzigen Matinee bei Weißwürsten und Weißbier. In der Runde saß sogar  ein kleines bayrisches Kabinett, bestehend aus den Ministern Joachim Herrmann (Innen), Georg Fahrnschon  (Finanzen) und  Wolfgang Heubisch (Wissenschaft).  „Wegen der kurzen Halbwertzeiten von Finanzministern“, so Gastgeber und Moderator Pförringer, „ wurde Fahrnschon als erster Redner auf die Bühne gebeten. Heute kann das schnell gehen, daß man das nicht mehr ist, was man gerade noch war. Wir wollten vorbeugen“.

Kräuter-Kaiser Alfons Schuhbeck sprach würzig,  schenkte dem Ministerpräsidenten Horst Seehofer eine ein und sprach von „jungen Täubchen“.  Der  von BMW befreite Vorstand Ralph Weyler, um so mehr gefesselt von seiner Frau Birgit mit der gemütlichen Figur, lieferte eine rhetorische Glanzleistung ab. Die „Gelage“-Redner müssen sich anstrengen, wegen der Vorgaben von Dr. Peter Gauweiler, Harald Schmidt, Fritz Zimmermann oder Blacky Fuchsberger in den Vorjahren.  Im Blickpunkt der Damen war der gutaussehende Co-Gastgeber Inselkammer ,  ein begehrter Junggeselle wie auch  Junior Dr. Dominik Pförringer.  Beide gaben ihre Gründe kund, war um sie noch nicht unter der Haube sind.  Janik, knapp um die 40 in der Blüte der Youngster-Generation: „Ich bin noch nicht reif“  und  Dominik versucht bei der Hasenjagd seinen Vater Wolfgang zu toppen: “Ich lebe à la carte - das ist prickelnder“.

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