Kochbücher der edelsten Art, aber auch ein populäres Maggi-Buch bringt der Ex-”Sommlier des Jahres” heraus und überrascht als Quereinsteiger die deutsche Bücher-Szene.
WIESBADEN - Totgeglaubte leben länger bewahrheitet sich bei dem gut aussehenden
Baby-Boomer Ralf Frenzel, der vor einigen Jahren nach einem
höllischen Unfall aus seinem Audi herausgeschweißt werden musste und
von den Ärzten schon aufgegeben wurde. Ich traf den einstigen“
Sommelier des Jahres“ gestern an der Bar des Münchner Hotels
„Mandarin Orientel“, und vor mir stand ein Strahlemann, der eine
rauschende Karriere hingelegt hat.
Frenzel ist heute Verleger, hat 25 Angestellte, und berät seit
Jahren Fernseh-Entertainer Alfred Biolek bei seinen diversen
Sendungen.. Den Wiesbadener Frauenschwarm, der damals die älteste
Weinflasche der Welt, die legendäre 1784 „Lafite“-Flasche des
Münchner Bonvivant und Wein-Experten Hardy Rodenstock öffnete und
deren Zwillings-Bottle bei einer Auktion 400 000 Mark einbrachte,
sprach hocherfreut über den grandiosen Start der von ihm begleiteten
TV-Staffel „Bauer sucht Frau“ mit grandioser Einschaltquote bei RTL
von 7.4 Millionen. Frenzel gab zum Start der Staffel ein Bauern-Rezepte-Buch mit Hausmannskost heraus
.
Sein exklusiver Verlag „Tre Torri“ , der Essen, Trinken und Genuss“
im Focus hat, besteht seit fünf Jahren und hat ganz teure Bücher wie
die Chateau Mouton Rothschild-Saga für über 100 Euro im Sortiment wie
auch ein populäres Maggi-Rezept-Buch, von dem er jährlich 200 000
Stück verkauft. Sein Werk „Salz“ wurde gerade zum „Kochbuch des
Jahres“ gekürt.
Natürlich war Ralf auf der Frankfurter Buchmesse und nicht zu
übersehen: Sein Stand präsentierte sich als feines Messe-Restaurant
für fünf Tage. Verleger und Buchhändler überrannten das Lokal . Man
saß umgeben von Stellagen, in denen die neuen „Tre Torri“-Bücher
ausgestellt waren. „Das mache ich nächstes Jahr wieder. Die Leute
freuten sich, auf einer Messe endlich mal gehobene Gastronomie
angeboten zu bekommen“, sagte Frenzel, der einen dunkelblauen,
luftgekühlten Porsche fährt und natürlich die schwarze „American
Express“-Karte besitzt, eine Zahlungserleichterung für den etwas
bekannteren Zeitgenossen.




