Warum verleugnet und verachtet Star-Komiker Michael Herbig seinen Vater? Hat er vergessen, dass er ohne ihn gar nicht auf der Welt wäre?
MÜNCHEN - Er lacht wie Bully, er macht Witze wie Bully und ist weit lustiger als Bully. Doch Karlheinz Keller, der Papa des Münchner Starkomikers Michael Bully Herbig, muss unverständlicherweise ein herbes Vater-Schicksal verkraften. Obwohl er dem Junior nie etwas angetan hat, will der Sohn nichts vom ihm wissen.
Post kommt zurück und auch Geschenke landen ungeöffnet wieder beim Absender Keller. Seit der Filmemacher zu Ruhm und Wohlstand gekommen ist, herrscht komplette Funkstille zwischen ihm und seinem Erzeuger. „Ich liebe meinen Sohn vom ersten Tag an, ich will kein Geld von ihm und mich weiß Gott nicht in seinem Erfolg sonnen. Ich bin einfach der Vater und möchte auch der Vater sein“, sagt Keller. Als Bully und seine Mutter Marianne Herbig noch in Trudering lebten und jeden Pfennig umdrehen mussten, war der leibliche Vater zu Weihnachten und an Geburtstagen immer dabei. Das änderte sich jedoch mit der Super-Karriere des Filius. Für diesen lebenslustigen Papa müsste man sich eigentlich nicht schämen, eher über ihn freuen. Karlheinz führt die unnatürliche Entfremdung auf das Verhalten von Bullys Mutter zurück, die er nie zum Traualtar führte. Die Wirtschaftskrise hat auch den Münchner Autohändler erwischt, aber eine bevorstehende Insolvenz kann er abwenden, wenn die Versteigerung seiner Wohnung am Bodensee genug einbringt.




