BIER-MAGNAT SCHUBERT (fast 90) FREIT EXOTIN (27)

Frankfurts Ehrenbürger und Patriarch der “Henninger Bäu”, der mit der Vitalität eines 50jährigen verblüfft, ging in Bayern zum Standesamt und heiratete eine äthiopische Schönheit, die 62 Jahre jünger ist. Die neue First Lady hat sich schon auf seinem herrschaftlichen Anwesen “Bogenbergleben” eingefunden und spricht “von meinem Personal” in Bezug auf König Brunos Hofstaat.


Frankfurt/Berchtesgaden -  Junge Frauen scheinen der Jungbrunnen für Generalkonsul BrunoSchubert, Deutschlands letztem Gentleman der alten Schule, zu sein.
Zeit seines Lebens umgibt er sich mit den schönsten Ladies der Welt,
im eleganten Arrangement  mit seiner weisen Frau Inge, genannt
„Ingelein“,  die vor fünf Monaten in Berchtesgaden starb. Dort besitzt
der Frankfurter Bier-König („Henningerbräu“)  das herrschaftliche
Anwesen  „Bogenbergleben“.  Ganz in der Nähe,in Bischofswiesen,
heiratete jetzt der  89jährige Herr, er im hellen Trachtenjanker, die
Braut im rosafarbenen Dirndl,  überraschend die äthiopische Schönheit
Meharit, 27 Lenze knusperig. Mit 62 Jahren Altersunterschied dürfte er
den Rekord  halten  unter Europas  Hochzeitspaaren. Der harte Kern
seines Gerstensaft-Imperiums, die  Mitarbeiter der Frankfurter
Stiftung und sein ganzer ihn stets umsorgender Hofstaat  waren
perplex über die Nachricht des neuen Familienstandes. Einige hatten
zwar eine Vermutung.

Der elegante, stets wie aus dem Ei gepellte Schubert, der  mit der
Vitalität eines 50jährigen verblüfft, war zuvor mit seiner Herzdame
noch auf der Sonneninsel Capri gewesen und flog dann nach Salzburg,
dem nächstgelegene Flughafen für Berchtesgaden, und sagte Meharit die
schönsten Wortes ihres Lebens:“Ich will Dich heiraten“. Bruno, dafür
bekannt, ein Mann schneller Entschlüsse  zu sein und setzte es gleich
in die Tat um. Der Generalkonsul genierte sich auch nicht  mal
höchstpersönlich in Frankfurt auf dem Ordnungsamt vorzusprechen, wenn
es um das  Anliegen einer  kleinen Mitarbeiterin  ging. In  München
sah man den Generalkonsul oft mit seinem Hündchen in der Gegend von
Feinkost Käfer spazieren, auf dem Weg zu einer diskreten Teestunde –
aus rein gesundheitlichen Gründen, wie sein blendendes Aussehen
bestätigt. Pudeldame “Sissy” war übrigerns “Trauzeuge” bei Schubert
neuer Ehe.

Seine exotische Frau lernte Schubert vor über einem Jahr bei einem
seiner hochherrschaftlichen Mittagessen in seiner Frankfurter Villa
kennen. Täglich sind  zwischen sechs und fünfzehn Gäste bei ihm zum
Lunch. Der Hausherr hat einen eigenen Koch, Bedienungspersonal und
einen Butler mit weißen Handschuhen. Die Essen haben einen strengen
protollarischen  Ablauf. Sie beginnen um 12.30 Uhr. Auf die Minute
genau m 14.15 Uhr zieht sich der Generalkonsul  zum Mittagsschlaf
zurück, ganz gleich, wer da ist. Auch Ex-Bundesaußenminister
Hans-Dietrich Genscher durfte es erleben, ohne König Bruno am Dessert
zu naschen. Ich war mal bei Schubert  in „Bogenbergleben“, als  die
monegassische Familie zu Gast war – Caroline ein Teenager, Stephanie
und Albert Dreikäsehochs  und Prinzessin Grace hinter der Kamera  beim
Filmen für das Kino daheim. Fürst Rainier zeigte mir stolz seinen
nagelneuen Mercedes. mit dem er selbst von Monte Carlo nach
Brechtesgaden gefahren war. Völlig unkompliziert  war mir der Kontakt
zu Schuberts gelungen. Ich rief an und  hatte  gleich die charmante
Ehefrau Inge am Telefon. „Kommen Sie doch morgen zum Tee“, sagte sie.

Die neue First Lady im Schubert-Reich hat sich schnell mit den Vorzügen der Angestellten angefreundet und spricht schon von “mein Personal”.
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