Für 50 Millionen Euro entsteht neuer Wohnkomplex in Münchner Innenstadt, wo sich auch FC-Bayern-Manager Uli Hoeneß ein Stadtappartement gekauft hat.
MÜNCHEN - Hundert Meter lang war der rote Teppich, über den Gäste wie die
Schauspieler Fritz Wepper und Friedrich von Thun sowie
Ex-Justiz-Minster Alfred Sauter, „FC Bayern“-Manager Uli Hoeneß und
seine Frau Susi schritten. Der Ehren-Sisal führte von der Brienner
Straße zu einer riesigen Grube in der Augustenstraße, wo der Münchner
Baulöwe To Radmer und sein Partner Dieter Bleicher zur Feier der
Grundsteinlegung der „Augustenhöfe“ einluden. Bleicher ist Münchens
größter Immobilien-Fuchs. Jahrzehnte lang war er auf diesem Gebiet
der engste Vertraute von August von Finck und agierte wie ein
Monopoly-Spieler, dem „Schloßallee“ und „Parkstraße“ gehören für den
Baron. Radmer ist neben seinem Bau-Konzern Mitbesitzer der Operngarage
und Hausherr des “Weinstadl”-Gebäudes.
Auf 7000 Quadratmetern entsteht auf dem Innenstadt-Terrain, das
prozeßfrei den Besitzer wechselte, für 50 Millionen Euro eine
Mini-City in der City. Eine Art Boardinghouse im New Yorker Stil, das
aus fünf Häusern mit schicken Dach-Appartements und
Gartenwohnungen im japanischen Stil besteht und einem Dorman hat, der
im zentralen und gesicherten Eingang seinen Dienst versehen wird.
Die Wohnungen haben eigenes Catering. Ferner steht ein Business-Center
zur Verfügung. „ 35 Prozent der Wohngen sind schon verkauft“, sagte
Dieter Bleicher. Einer der neuen Eigentümer ist Hoeneß, der schon
immer von einer Stadtwohngen träumte.
Gastronom Juppi Brenner vom „Freihaus Brenner“ am Tegernsee versorgte
die Gäste mit asiatischem Fingerfood. Dazu gab es Tegernseer Bier aus
der 0,33er Kultflasche und Weißwein von Freund Dr. Rolf Than, der in
der Provence ein Weingut besitzt. Vor der Stärkung im Stehen mußte
jeder für die Grundsteinlegung seine Unterschrift auf der Urkunde
verewigen. Die Patrone mit den Signaturen zeigte sich im flüssigen
Beton etwas widerspenstig und wollte nicht so recht untergehen.



