Wo Raucher geliebt werden

Basler Gross-Kino präsentiert neben zwei Bars und einer Brasserie eine Davidoff-Lounge, die nur Freunde des blauen Dunstes reserviert ist. Sie kommen in hellen Scharen und müssen, wenn sie eine Zigarette geniessen wollen, nicht dumm auf der Strasse herumstehen.

BASEL – Direkt neben der denkmalgeschützten Gründerzeit-Fassade des Küchlin-Varietees von gestern placierte sich  in der Basler Altstadt eine Architektur von  heute. In Bonbon-Farben, im 50er-Jahre-Retro-Look das neue Multiplex-Haus Pathe Küchlin.

Zur Housewaming-Party der acht Kinosäle mit 2400 Platzen empfing Pathe-Präsident Gregor Schnegg neben Balser Honorattioren wie Regierungs-Vize Dr. Eva Herzog auch die immer sehr bescheiden auftretende Besitzerfamilie, angeführt von Clan-Chef Jerome Seydoux, die mit Privatjet aus Paris anreiste. Sedoux, dessen Verwandtschaft mit der Schlumberger-Familie verknüpft ist, sagte zum Start ein paar griffige Worte.  Pathe ist in Europa mit 900 Leinwänden präsent.

Der Schweizer Statthalter Schnegg, dem acht Kino-Standorte mit 57 Sälen unterstehen, kann auf das neue Haus stolz sein. Das grosse, aber anheimelnde Kino verfügt über eine Brasserie und zwei Bars. Der Lifestyle geht im Pathe Küchlin noch weiter. In der Beletage lockt die exklusivee Davidoff-Lounge zum gemütlichen Paffen. Die gesamten Zigarren-Goldschätze des ortsansässigen Oettinger-Davidoff-Konzern liegen dort zum Rauchen parat. Im genau temperierten Humidot. Nur der Parade-Torpedo, die berühmte Davidoff Nr. 1 fehlte. Die Blaue-Dunst-Oase wurde in Scharen mit Freuden angenommen.

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