In Borats Filmheimat und in Zürich machen zwei eigenwillige Zeltbauten von sich reden.
ASTANA- Kasachstan erlebt durch die bissige Filmsatire „Borat“ einen wirtschaftlichen Aufschwung ohne gleichen. Zuerst war man auf den englischen Komiker Sascha Baron Cohn sauer, jetzt liebt man ihn. In der Hauptstadt, wo sich Öl- und Gaskonzerne angesiedelt haben, wird in der Nähe des Präsidenten-Palastes das mit 150 Metern Höhe grösste Zelt der Welt errichtet. Star-Architekt Lord Norman Foster will es in einer Bauzeit von zwölf Monaten errichten.
Auch die Metropole Zürich wartet schon längst mit einem ganz verücktes Zelt auf. Es thront versteckt in 25 Meter Höhe auf dem Dach des Parkhauses xxxxxxx und nennt sich „Tente rouge“, ein marokkanisches Königszelt so wie es auch Playboy-Evergreen Gunter Sachs in St.Tropez besitzt. Nur grösser. In der plüschroten Beletage in schwindelnder Höhe , wo an der Bar eine Wasserpfeife zum Paffen lockt, hat ein blondes Gift sein Reich. Das eigenwilligste Show-Lokal Zürichs gehört der Sängerin und Gastronomin Sara Musinowski aus Berlin, deren erste CD „Poetry Lounge“ auf ihrer Sylvester-Party im Stil von 1001 Nacht mit Bauchtänzerinnen vorgestellt wird.
Ihre Lieder sind zart – Liebespoesie – oder hart, wenn sie mit Rock-Rhythmen durchs Kerzen beleuchtete 100-Plätze-Zelt fegt, das mit lauter orentalischen Teppichen ausgelegt ist. Sie vergöttert die Musik von Kurt Weill Zu ihrem Fan-Kreis zählen Udo Lindenberg, der ganz privat vorbeischaut oder die PS-Sirene Christina Surer. Sara ist geschieden, aber nicht zu haben. Um ihr Herz kümmert sich ein Frankfurter Don Juan mit dem leicht merkbaren Namen Mo.
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